Jahresbericht 2013

Das Jahr 2013 war für unsere Vereinigung geprägt durch unser Schwerpunktthema: Hilfe für Kinder psychisch kranker Eltern, durch die Kontinuität in der Unterstützung bewährter Projekte im ambulanten Bereich (Scheidungskinder, Flüchtlingskinder, therapeutisches Klettern) und nicht  zuletzt durch die Fortführung unseres Gründungsgedankens von 1976: Die Unterstützung der Kinder, die stationär in der Kinder- und Jugendpsychiatrie behandelt werden.

Gleichzeitig war das Jahr 2013 bestimmt durch die Sorge und das Bemühen, ausreichend Gelder für unsere Vereinszwecke zusammen zu bekommen. Dies war besonders wichtig, da sich in den letzten Jahren kontinuierlich sowohl ein Rückgang der Spenden als auch der Geldauflagen seitens der Gerichte abzeichnete. Mit großem Engagement ist es gelungen, das Jahresbudget von ca. 30.000 EUR annähernd wieder zusammen zu bekommen.

Schwerpunktthema: Kinder psychisch kranker Eltern

Dieses Projekt wurde 2012 gemeinsam mit der Beratungsstelle MAKS-Anker, unserem langjährigen Kooperationspartner, begonnen und 2013 ausgebaut. Es bestand zum einen in der Bereitstellung einer regelmäßigen Sprechstunde für Patienten und deren Angehörige in den psychiatrischen Kliniken Freiburg und Emmendingen, wenn ein Elternteil dort stationär aufgenommen worden war und Fragen bezüglich der Kinder auftauchten. Unser Verein sorgte für die Finanzierung der Maßnahme, unterstützte die Beratungsarbeit tatkräftig mit kinderpsychiatrischem Sachverstand und organisierte eine ganze Reihe von Fortbildungen und Informationsveranstaltungen für Fachpersonal und die Allgemeinheit. Ein entsprechender Artikel in der Badischen Zeitung wurde angeregt und auch inhaltlich unterstützt. Für 2014 sind weitere Vortragsveranstaltungen in Kooperation mit der Freiburger Universitätsklinik geplant. Es ist vorgesehen, 2014 und 2015 die Durchführung der Sprechstunde in den psychiatrischen Kliniken weiterhin finanziell zu unterstützen (Organisation erfolgt durch MAKS-Anker) und bei Bedarf kinderpsychiatrisch zu begleiten.

Traumatisierte Flüchtlingskinder

Seit vielen Jahren unterstützt unsere Vereinigung die Durchführung von Kindergruppen im Flüchtlingswohnheim St. Christoph, Freiburg. Viele der Kinder dort sind traumatisiert oder aufgrund ungünstiger Lebensverhältnisse von psychischen Fehlentwicklungen und Krankheiten bedroht. Unser Vorstand setzt sich 2014 schwerpunktmäßig mit dieser Problematik auseinander, wobei wir uns angesichts der Komplexität und Größe des Problems mit anderen Vereinen und Einrichtungen vernetzen müssen. Diese Arbeit ist in vollem Gange. Perspektivisch wird es für unseren Verein vorwiegend um Flüchtlingsfamilien in den Wohnheimen in Freiburg und Umgebung gehen. Der Hilfebedarf ist riesig –  den richtigen Hebel zu finden ist schwer, so dass dieses Projekt derzeit noch in den Kinderschuhen steckt.

Unterstützung der Kinder in der Kinder- und Jugendpsychiatrie

Dieses wichtige, dem Ursprungsgedanken unseres Vereins entspringende Ziel, verfolgten wir 2013 ohne Abstriche weiter. So konnten z. B. mittellose Kinder, die in der Klinik aufgenommen werden mussten, unbürokratisch mit einer Grundausstattung an Kleidern versorgt werden. Die von uns finanzierte Teilnahme am KonTiKi-Projekt ermöglichte den Kindern den Kontakt mit den Tieren im Mundenhof. Spielmaterialien wurden bereitgestellt; Freizeitprojekte und Einrichtungsgegenstände, für welche weder im Etat der Klinik noch der Klinikschule Möglichkeiten bestanden, konnten unbürokratisch zur Verfügung gestellt werden. Durch viele kleine Beiträge wurde die Teilhabe der Kinder auf den kinder- und jugendpsychiatrischen Stationen am normalen Alltagsleben erleichtert und verbessert.

Weitere Projekte im ambulanten Bereich

Seit vielen Jahren unterstützt die Freiburger Vereinigung eine Reihe von Projekten, wobei mittellosen Familien die Teilnahme an therapeutischen Aktivitäten, welche außerhalb des Krankenkassensystems liegen, ermöglicht werden soll.  Dies betrifft z. B. das therapeutische Klettern, ein Gruppenangebot für Scheidungs- und Trennungskinder sowie „Trauergruppen“ für Kinder, welche ein Elternteil oder ein Geschwisterkind verloren haben. Diese bewährten Projekte wollen wir auch künftig weiterhin unterstützen.

Unser Verein in Zahlen

Die Freiburger Vereinigung besteht seit 1976 und hat inzwischen 92 Mitglieder und 8 Fördermitglieder. Einnahmen und Ausgaben beliefen sich 2013 auf ca. 30.000 EUR.

Dabei setzten sich die Einnahmen des Vereins etwa zur Hälfte aus Bußgeldauflagen der Gerichte und zur Hälfte aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen zusammen. Büro- und Verwaltungskosten nahmen einen Anteil von etwa 12 Prozent in Anspruch und konnten fast vollständig durch die Mitgliedsbeiträge abgedeckt werden.

Unsere Ausgaben wurden etwa zur Hälfte für unser Schwerpunktthema: Kinder psychisch kranker Eltern verwendet, etwa ein Drittel kam den stationär behandelten Kindern in der Universitätsklinik, der Klinik Haus Vogt und der Klinikschule zugute. Etwa 5000 EUR dienten der Unterstützung der genannten übrigen Projekte.

Förderer und Spender

Unsere Arbeit ist nur möglich durch eine großzügige Unterstützung sowohl seitens der Gerichte und Staatsanwälte in Form von Geldauflagen als auch durch unsere Spender.

Hierfür danken wir allen herzlich, ganz besonders dem Lions-Club Freiburg Munzingen, der das Projekt: Kinder psychisch kranker Eltern 2013 mit seinem Sozialpreis auszeichnete.

Großzügige Hilfe erhielten wir von der Firma AHP Merkle Gottenheim, der Badischen Zeitung („Kinder helfen Kinder“), Immobilien Stauss u. Partner Freiburg, Badenova, Wohnbau Allgeier Gundelfingen, Controllmatic Gesellschaft Emmendingen, Frau Grässlin, Friseursalon Ellen Popp, March und seit vielen Jahren regelmäßig von Frau Lambrecht-Schadeberg, Kreuztal.  Gefreut haben wir uns sehr über einen gehaltvollen Spendenaufruf anlässlich eines runden Geburtstages.