Schwerpunktthema seit 2015

Traumatisierte Flüchtlingskinder

Aktuelles: Mithilfe unserer Initiative ist es gelungen, in Freiburg eine Anlaufstelle für traumatisierte geflüchtete Menschen zu schaffen, welche gleichzeitig auch die Vermittlung von Facharztterminen und Dolmetschern übernimmt. Diese Stelle „Refugium Freiburg – psychosoziale und medizinische Beratung und Koordinierung für Geflüchtete“ hat nun verschiedene Hilfsangebote, welche wir zum Teil früher selbst organisiert haben, übernommen und systematisch ausgeweitet. Wir bringen uns aber weiter ein und leisten einen wichtigen Beitrag beim Aufbau einer Sprechstunde für Kinder und Familien einschließlich aufsuchender Hilfen. (Weitere Informationen bei: www.refugium-freiburg.de) Auch die Kindergruppe St. Christoph läuft bis heute mit großer Akzeptanz weiter. Andere Projekte sind Geschichte geworden:

Geschichte unserer Initiative für die Anlaufstelle: Seit September 2014, d.h. schon lange bevor die Anzahl geflüchteter Menschen in Freiburg so sehr angestiegen ist, haben wir einen Initiativkreis mit dem Ziel der Einrichtung einer Anlaufstelle für traumatisierte Flüchtlingskinder ins Leben gerufen. Es ist gelungen, die für die Versorgung der Flüchtlinge maßgeblichen Institutionen mit ins Boot zu holen. Die Empfehlungen dieses Initiativkreises lesen Sie hier. Diese Empfehlungen werden voraussichtlich im Haushalt der Stadt Freiburg 2017/18 konkret umgesetzt werden können.

Das Projekt Confidence: In der Containerunterkunft in der Wiesentalstraße sieht es trist aus. Die Traumatisierung von Kindern geht regelrecht unter. Wie unser Projekt hier mittels einer kunsttherapeutischen Gruppe und eines Beratungsangebots helfen will, können Sie hier im Einzelnen sehen.

Die Kindergruppe St. Christoph existiert – von unserem Verein finanziert schon viele Jahre. Ursprünglich gedacht, Kleinkinder vor dem Kindergartenalter zu fördern, dient es heute als spielerisches Angebot für Vorschulkinder, bei welchem auch traumapädagogische Aspekte eine große Rolle spielen.

Der Freiburger Trialog 2016 widmete sich dem Thema: „Psychotherapeutische Behandlung traumatisierter Jugendlicher aus der Sicht verschiedener Therapieschulen.“ Mit über 100 Teilnehmern erreichten wir viele junge Psychotherapeuten und konnten diese für die Behandlung dieses schwierigen Klientels sensibilisieren. Die Vorträge kamen aus verschiedenen Richtungen unseres Fachgebietes: Kinderpsychiatrie, Verhaltenstherapie, tiefenpsychologische Psychotherapie.

Die Therapeutenliste, die wir Anfang 2016 erstellt haben, soll helfen, dass Sozialarbeiter und Betreuer in den Flüchtlingswohnheimen für traumatisierte Familien leichter einen Zugang zu Psychotherapeuten finden. Wir haben die Kinderpsychiater und Kinder- und Jugendlichen-Therapeuten unserer Region nach Therapieschwerpunkten, Fremdsprachenkenntnissen und der Erfahrung in der Arbeit mit Dolmetschern befragt und stellen diese Liste auf Anfrage gerne zur Verfügung. Bitte bei uns per Mail anfordern. Es ist geplant, die Therapeuten untereinander besser zu vernetzen und wichtige Informationen über diese Liste auszutauschen.