Schwerpunktthemen

Schulvermeidendes Verhalten

Die Ursachen für schulvermeidendes Verhalten sind vielfältig: Mobbing und daraus resultierende  Schulangst, Über- und Unterforderung, emotionale Störungen mit sozialen Ängsten und mangelnder Sozialkompetenz, schwierige Familienkonstellationen,  innere Verstrickungen, Drogenprobleme und vieles mehr.

Wenn Kinder und Jugendliche nicht mehr in die Schule gehen, ist dieses Symptom ein Signal, welches nicht nur gehört sondern auch verstanden werden muss. Die Schulvermeidung selbst hat  dramatische Konsequenzen für die weitere Entwicklung eines Kindes oder eines Jugendlichen: Nicht nur das Lernen von Schulstoff fällt weg sondern auch der soziale Alltag im Freundeskreis und die Teilhabe an der Peergroup. Schulvermeidung ist nicht nur Ausdruck einer inneren Not sondern führt auch über einen „circulus vitiosus“ zu zunehmender Isolation, mangelnder Sozialkompetenz und psychischer oder sozialer Fehlentwicklung.

Der Zeitraum vom Beginn der Problematik bis zum Einsetzen angemessener Hilfen dauert im Durchschnitt mehr als ein Jahr. Oft liegt dies daran, dass unklar ist, wer überhaupt zuständig ist: Schule, Jugendamt oder das psychologische Feld (Krankenkasse). Wenn dann nichts passiert, bedeutet diese Zeit: verpasste Entwicklungschancen,  Chronifizierung und Verschlimmerung des Problems. Sie zu verkürzen, ist das Ziel unseres Projekts: Wir leisten eine Anschubfinanzierung für eine niedrigschwellige, multidisziplinäre Anlaufstelle, wo geschulte Lehrer, Psychologen und Kinderpsychiater dem Problem auf den Grund gehen und Lösungsansätze mit den Kindern, Jugendlichen, Familien und Schulen erarbeiten können. Zum Weiterlesen bitte hier klicken.

Traumatisierte Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung

Im Herbst 2014 startete unser Verein eine Initiative zum Aufbau einer „Anlaufstelle für traumatisierte Flüchtlingskinder“. Rasch wurde klar, dass eine solche Anlaufstelle im südbadischen Raum fehlte und nicht nur für Kinder und Jugendliche sondern auch gleichzeitig für Erwachsene und Familien notwendig war. Mit großer Beharrlichkeit haben wir weitere Akteure im sozialen Feld als Mitstreiter für diese Sache gewonnen. Schließlich gelang es in einer gemeinsamen Aktion 2018, dass der Gemeinderat die Finanzierung bewilligte. In Trägerschaft von Refudocs und Caritas entstand die Beratungsstelle: „Refugium – Psychosoziale und medizinische Beratung und Koordinierung für Geflüchtete“ www.refugium-freiburg.de. Hier bringen wir uns ein und finanzieren eine spezielle Sprechstunde für Kinder und Jugendliche. Unsere vorherigen Aktivitäten, z.B. in den Flüchtlingswohnheimen sind in den Projekten von Refugium aufgegangen. Mehr darüber erfahren Sie hier.